Zentrale Beratungsstelle

Wissenswertes zur Basisbildung

Basisbildung – was, wie, warum?

Basisbildung, die Entstehung von Basisbildungsbedarf und der erforderliche Rahmen für Basisbildungsangebote wird in einem vom Bundesministerium für Bildung herausgegebenen Leitfaden wie folgt beschrieben:

Basisbildung grenzt sich von einem autoritären Verständnis von Alphabetisierung im Sinne von lesen, schreiben oder rechnen lernen ab. Im Fokus von Basisbildung stehen demokratische, teilhabende, selbstkritische und kritisch handlungsorientierte Lebensdimensionen.
Für die Lernfelder Sprachen, Mathematik und IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien) beschreibt Basisbildung Handlungsdimensionen, die einen inhaltlichen Orientierungsrahmen für Lernziele darstellen. Die didaktischen Settings in Lernangeboten der Basisbildung orientieren sich an den Bedürfnissen der Lernenden.
Die Entscheidung für Lernthemen und für Lernziele treffen Lernende und Basisbildner_innen gemeinsam.
Basisbildung versteht sich als permanente gesellschaftliche Entwicklungsaufgabe, die aktive und selbstermächtigende Gestaltung der eigenen Zukunft zu ermöglichen und benennt niemals persönliche Defizite.
Basisbildungsangebote bieten vielmehr einen Rahmen, in dem Lernende ihre vorhandenen Kompetenzen sichtbar machen können und sie bewusst einsetzen und erweitern. Individuelle Stärken bestimmen von Anfang an die Lernprozesse der Lernenden.
Basisbildung fördert die aktive Mitwirkung in der Gesellschaft und ermutigt die Einzelnen, die Welt mitzugestalten und zu verändern, anstatt „nur“ in der Welt zu leben.


BASISBILDUNGSBEDARF

resultiert aus gesellschaftlichen Entwicklungen, die neue Herausforderungen für Menschen und ihr Handeln mit sich bringen. Reduzierte Möglichkeiten einer aktiven Mitgestaltung des gesellschaftlichen Umfelds, erschwerter Zugang zu Technologien und Information, zum Arbeitsmarkt und zu Aus- und Weiterbildungen bewirken Ausgrenzungen. Sie erschweren zudem die Auseinandersetzung mit einer sich laufend verändernden Umwelt. Dies gilt sowohl für Menschen mit deutscher Erstsprache als auch für Menschen mit anderen Erstsprachen, es gilt für Menschen mit unterschiedlichen Bildungshintergründen, Erfahrungen, Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten.


PRINZIPIEN DER BASISBILDUNG

bilden die Grundlage für Lernangebote in der Basisbildung

  • Basisbildung stellt Lernende in den Mittelpunkt
  • Basisbildung orientiert sich an vorhandenen und aufzubauenden Kompetenzen
  • Basisbildung ist dialogisch und wechselseitig
  • Basisbildung ermöglicht Transparenz im Lernprozess
  • Basisbildung ist wissenskritisch und ermöglicht die Auseinandersetzung darüber, welches Wissen in welcher Gesellschaft anerkannt und welches gering bewertet wird
  • Basisbildung unterstützt Partizipation im gesellschaftlichen und demokratischen Zusammenleben
  • Basisbildung orientiert sich an Themen, die für die Lernenden relevant sind sowie an deren Lernbedürfnissen
  • Basisbildung setzt auf Lernsettings und Materialien, die diese Orientierung widerspiegeln
  • Basisbildung wirkt jeder Spielart von Diskriminierung und Rassismus entgegen
  • Basisbildung fördert die Autonomie und Selbstwirksamkeitsüberzeugung von Lernenden als Akteur_innen ihrer Lernprozesse
  • Basisbildung betrachtet Lernkompetenz, Medienkompetenz und politische Handlungskompetenz sowohl als Inhalte als auch als Querschnittsmaterie
  • Basisbildung fordert von Basisbildner_innen die systematische Reflexion der eigenen Bildungspraxis

https://www.initiative-erwachsenenbildung.at/fileadmin/docs/Prinzipien_Richtlinien_Basisbildung_endg_14.pdf

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